Magnetfeld der Erde

Die Erde ist ein gigantischer, aber relativ schwacher Magnet, dessen magnetisches Feld bis ins Weltall reicht. Wie jeder andere Magnet hat auch die Erde zwei magnetische Pole: Einen magnetischen Nord- und Südpol. Der englische Forscher William Gilbert (1544 – 1603) studierte den Magnetismus und fand begründete Erklärungen für die magnetischen Erscheinungen, die er um die 1600 in seinem Werk De Magnete (Über den Magnet) veröffentlichte.

Vereinfacht ist das Erdmagnetfeld vergleichbar mit dem eines Stabmagneten. Dabei zeigt der Südpol des Stabmagneten ungefähr in Richtung des geographischen Nordpols und der Nordpol des Stabmagneten ungefähr in Richtung des geographischen Südpols.

Da die jeweiligen magnetischen und geographischen Pole nicht exakt dem gleichen Ort auf der Erde entsprechen, zeigt eine Kompassnadel niemals auf die genauen geographischen Pole. Der Winkel zwischen der Achse der Kompassnadel und der geographischen Nordrichtung wird als Deklinantionswinkel (oder auch Missweisung) bezeichnet. In Hamburg beträgt der Deklinationswinkel derzeit ungefähr 3° in östliche Richtung.

Wie funktioniert ein Kompass?